Bestattungsarten » Die Feuerbestattung als Bestattungsart

Feuerbestattung: Die Moderne Art des Abschieds

Die Feuerbestattung ist in der heutigen Zeit eine immer beliebtere Wahl für Menschen, die nach einer einzigartigen und respektvollen Art der Bestattung suchen.

Diese moderne Methode bietet nicht nur eine Alternative zu traditionellen Bestattungsformen, sondern bringt auch eine Reihe von Möglichkeiten mit sich.

Großer Blumenkranz für eine Urne

Was ist eine Feuerbestattung?

Eine Feuerbestattung, auch als Kremation bekannt, ist eine Form der Leichenbestattung, bei der der Verstorbene verbrannt wird. Der Prozess findet in einem speziellen Ofen, dem Krematorium, statt. Die Asche wird im Anschluss an die Einäscherung in einer Urne gesammelt und kann auf verschiedene Arten beigesetzt werden.

In Deutschland sind beliebte Möglichkeiten neben den Urnengräbern und der Feuerbestattung die Seebestattung oder die naturnahe Baumbestattung in einem Friedwald. Auch bei anonymen Bestattungen handelt es sich oft um eine Feuerbestattung.

Zudem ist es möglich mit der Asche des Verstorbenen einen Erinnerungsdiamant als wertvolles Erinnerungsstück anzufertigen.

Die Feuerbestattung gewinnen aufgrund ihrer Flexibilität und der Möglichkeit individueller Gestaltung der Trauerzeremonie an Beliebtheit. Die Hinterbliebenen haben die Freiheit, den Ort der Beisetzung und die Art der Erinnerung nach den Wünschen des Verstorbenen zu wählen.

Jedes Bundesland hat eigene Bestattungsgesetze. Unser erfahrenes Team von Himml Bestattungen berät und unterstützt Sie bei allen Fragen rund um das Thema.

Voraussetzungen und Ablauf einer Feuerbestattung

Zwischen dem Todestag und der Urnenbeisetzung vergehen in der Regel 10 bis 25 Tage, abhängig von den gesetzlichen Fristen im Bundesland. In dieser Zeit können Sie mit Unterstützung ihres Bestatters den Friedhof und das Grab wählen, den Trauerdruck organisieren und die Abschiedsnahme planen.

Vor der Einäscherung ist es entscheidend zu bestätigen, dass dies dem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen entspricht, idealerweise durch eine schriftliche Kremationsverfügung oder die vorherig aktivierte Bestattungsvorsorge.

Falls nicht vorhanden, müssen die Hinterbliebenen glaubhaft machen, dass die Einäscherung dem Willen des Verstorbenen entspricht. Diese sorgfältige Planung ermöglicht einen respektvollen Abschied des Verstorbenen.

Formalitäten klären

Vor der Feuerbestattung sind verschiedene Formalitäten zu klären. Dazu gehört die Ausstellung der Kremationsgenehmigung, die als rechtliche Grundlage dient. Gleichzeitig erfolgt die Festlegung der Art der Beisetzung, sei es eine Urnenbeisetzung, Seebestattung oder eine individuelle Form, die den Wünschen des Verstorbenen entspricht.

Ablauf einer Trauerfeier bei der Feuerbestattung

Die Trauerfeier kann sowohl vor als auch nach der Einäscherung arrangiert werden. Dabei kann der Sarg in einer Trauerhalle aufgestellt werden, um Angehörigen und der Trauergemeinde die Gelegenheit zu geben, gemeinsam Abschied vom Verstorbenen zu nehmen. Die Überführung des Sargs zum Krematorium erfolgt erst nach diesem Abschiedsritual.

Einige Krematorien bieten spezielle Abschiedsräume an, in denen die Trauerfeier vor der Einäscherung im Rahmen der Feuerbestattung stattfinden kann. In diesen Räumen haben Angehörige, Freunde und Bekannte die Möglichkeit, sich am aufgebahrten Sarg vom Verstorbenen zu verabschieden, bevor die eigentliche Kremation erfolgt.

Die spätere Beisetzung der Urne muss im Voraus organisiert werden. Es ist durchaus üblich, dass die Beisetzung im engsten Familienkreis ohne weitere Trauergäste stattfindet und lediglich von einem Trauerredner oder einem Geistlichen begleitet wird. Dies ermöglicht den engsten Angehörigen, in Ruhe und ohne weitere Gäste Abschied vom Verstorbenen zu nehmen.

Alternativ kann die Trauerfeier auch nach der Einäscherung und somit unmittelbar vor der Beisetzung stattfinden. In diesem Fall steht keine Sarg, sondern die Urne des Verstorbenen während der Trauerfeier in der Trauerhalle. Am Ende der Zeremonie wird die Urne zum Grab getragen, und dort angekommen, erfolgt die Absenkung der Urne mithilfe von Bändern oder einer Urnenzange.

Eine Feuerbestattung kann ebenso aber auch ohne Trauerfeier erfolgen. Der Friedhof bietet Ihnen die Möglichkeit, in aller Stille Abschied zu nehmen, im kleinen Rahmen vor der aufgebahrten Urne.

Abschiednahme in privatem Rahmen

Überführung des Verstorbenen

Der Beginn dieses sensiblen Prozesses der Feuerbestattung ist die Überführung des Leichnams in das Krematorium. Der Verstorbene wird in einem Sarg an den Ort der Einäscherung transportiert.

Vor Ort wird als nächster Schritt eine zweite Leichenschau vorgenommen, dies ist in Deutschland zwingend erforderlich um die Todesursache ein zweites Mal zu bestätigen und den Verstorbenen zweifelsfrei zu identifizieren.

Vorbereitung für die Einäscherung

Im Krematorium wird der Verstorbene behutsam in einem speziellen Ofen eingeäschert. Dieser Schritt erfolgt nach einer einfühlsamen Vorbereitung, bei der persönliche Gegenstände, die zu groß für den Verbleib in der Urne sind, entfernt werden.

Um eine klare Zuordnung der Asche nach der Kremierung sicherzustellen, wird dem Sarg ein hitzebeständiger Schamottstein beigelegt, auch als Ofenmarke bekannt. Dieser Stein übersteht die Verbrennung und bleibt in der Asche erhalten. Nach der Kremierung wird der markierte Schamottstein in eine Aschekapsel gelegt, die dann in der Urne platziert wird. Dies garantiert zu jeder Zeit eine eindeutige Zuordnung der Asche zu dem Verstorbenen.

Die eigentliche Kremation ist ein Moment tiefer Bedeutung, geprägt von hohen Temperaturen, die den physischen Körper auflösen. Während dieses Prozesses wird der Verstorbene auf eine neue Weise transformiert, und die Asche, die zurückbleibt, symbolisiert den Übergang in eine andere Form der Existenz.

Sammlung der Asche

Nach dem vollständigen Abschluss des Einäscherungsprozesses wird die entstandene Asche behutsam in einer speziell dafür vorgesehenen Urne zusammengeführt. Dieser Akt geschieht mit größter Achtsamkeit und Ehrfurcht, um den Respekt gegenüber dem Verstorbenen zu wahren. Die sorgfältig gestaltete Urne wird im Anschluss den Hinterbliebenen überreicht.

Dieser Übergabeakt markiert einen bedeutungsvollen Moment, in dem die physische Realität des Verstorbenen in eine symbolische Erinnerung übergeht, die fortan in der aufbewahrten Asche verankert ist. Es ist ein zutiefst bewegender Augenblick, der den Übergang von der Vergänglichkeit des Körpers zur bleibenden Präsenz in der Erinnerung symbolisiert.

Beisetzung des Verstorbenen

Die Beisetzung der Urne erfolgt gemäß den individuellen Wünschen. Beliebte Optionen sind Friedhöfe mit Urnenwänden, naturnahe Bestattungen oder Seebestattungen. Die Wahl des Ortes für die letzte Ruhestätte ist ein Akt der persönlichen Gestaltung und ermöglicht den Hinterbliebenen, den Abschied nach den individuellen Vorstellungen zu vollziehen.

Dieser sorgfältig durchgeführte Prozess zwischen dem Tod und der Beisetzung gewährleistet einen einfühlsamen und respektvollen Abschied. Er respektiert die Individualität des Verstorbenen und bietet den Hinterbliebenen einen Raum für persönliche Erinnerungen und Trauerbewältigung.

Die richtige Urne für die Feuerbestattung

Bei einer Feuerbestattung stehen verschiedene Optionen für die Wahl der Urne zur Verfügung, abhängig von persönlichem Geschmack und der gewählten Bestattungsart. Nach der Einäscherung füllt man die Asche des Verstorbenen in eine Aschekapsel um diese in einer Urne zu verwahren. Diese kann individuell gestaltet und aus diversen Materialien gefertigt sein.

Die Art der Urne hängt auch von der gewählten Bestattungsform ab, wobei bestimmte Vorgaben bezüglich des Materials zu beachten sind. Zum Beispiel muss eine Urne bei einer Seebestattung innerhalb weniger Stunden auf dem Meeresgrund zerfallen. Aus diesem Grund werden solche Urnen häufig aus Salz oder Pappmaché hergestellt. Viele Urnen sind heute aus Holz oder anderen Naturstoffen gefertigt und vollständig biologisch abbaubar. Sie zersetzen sich zusammen mit der Asche und belasten die Umwelt nicht.

Es ist wichtig, die unterschiedlichen Möglichkeiten zu berücksichtigen, wenn man die passende Urne im Rahmen einer Feuerbestattung auswählt.

Die Vielfalt der Möglichkeiten bei einer Feuerbestattung

Der Verlust eines geliebten Menschen ist eine der schwierigsten Erfahrungen im Leben, und die Wahl der passenden Bestattungsart spielt eine entscheidende Rolle bei der Verarbeitung des Trauerprozesses. Ganz abhängig von der Persönlichkeit des Verstorbenen, seiner Wünsche und Vorlieben stehen bei der Feuerbestattung eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Im folgenden möchten wir Ihnen eine kleine Übersicht verschaffen.

Die Traditionelle Urnenbestattung

Die traditionelle Urnenbestattung ist eine bewährte und häufig gewählte Option der Feuerbestattung. Hierbei wird die Asche des Verstorbenen in einer speziellen Urne aufbewahrt und kann auf unterschiedliche Weisen beigesetzt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, die Urne auf einem Friedhof in einem dafür vorgesehenen Grab beizusetzen. Dies schafft einen festen Ort der Erinnerung, den die Familie regelmäßig besuchen kann.

Wahlgrab

Ein Wahlgrab bietet den Hinterbliebenen die Freiheit, bewusst einen bestimmten Grabplatz auszuwählen. Diese Entscheidungsfreiheit erstreckt sich nicht nur auf die Standortwahl, sondern ermöglicht auch die individuelle Gestaltung des Grabmals. Dieser persönliche Touch schafft einen Ort der Erinnerung, der die Einzigartigkeit des Verstorbenen auf besondere Weise würdigt. Von kunstvollen Grabsteinen bis hin zu liebevoll gestalteten Gedenksteinen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Reihengrab

Das Reihengrab, als traditionelle Option, bietet eine geordnete und unaufdringliche Atmosphäre. Die Gräber sind in einer festgelegten Reihenfolge angeordnet, was eine klare Struktur schafft, es besteht allerdings kein Einfluss auf die Lage des Grabes.

Diese klassische Wahl verleiht dem Friedhof eine harmonische Anordnung und bietet eine zeitlose Möglichkeit des Abschieds. Das Reihengrab kann als Symbol der Gemeinschaft und des gemeinsamen Gedenkens betrachtet werden.

Wiesengrab

Die Idee eines Wiesengrabs verbindet die Bestattung eng mit der Natur. Die Urnen werden in einer grünen Wiesenfläche beigesetzt, wodurch eine natürliche und friedliche Umgebung entsteht. Dieser Ansatz ermöglicht eine besonders harmonische Integration des Grabes in die natürliche Umgebung. Das Wiesengrab eignet sich ideal für diejenigen, die eine ruhige und naturverbundene Atmosphäre bevorzugen.

Anonymes Grab

Die Entscheidung für ein anonymes Grab kann sich aus dem Wunsch nach Diskretion und Privatsphäre heraus ergeben. In einem anonymen Grab erfolgt die Bestattung ohne individuelle Kennzeichnung. Dies bietet den Hinterbliebenen die Möglichkeit, in Ruhe zu trauern, ohne dass das Grab besondere Aufmerksamkeit erregt. Die Anonymität schafft Raum für einen zurückhaltenden Abschied, der den Fokus auf die persönliche Trauer legt.

Die Seebestattung

Die Seebestattung ist eine einfühlsame und maritime Alternative, bei der die Asche des Verstorbenen dem Meer übergeben wird. Angehörige haben vor der eigentlichen Bestattung die Gelegenheit, an einer Zeremonie teilzunehmen, die eine harmonische Integration des Verstorbenen in die Natur symbolisiert. Die Wahl des Meeres als letzte Ruhestätte betont die Verbundenheit mit dem endlosen Kreislauf der Natur, und die Zeremonie ermöglicht einen emotionalen Abschied in einem respektvollen Rahmen. Die Seebestattung ist in verschiedenen Meeren möglich, von Deutschland aus vor allem in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer, jedoch nicht in Binnengewässern.

Die Friedwaldbestattung

Die immer beliebtere Wahl der Friedwaldbestattung, besonders bei umweltbewussten Menschen, beinhaltet die Beisetzung der Asche in einem speziellen Waldgebiet. Biologisch abbaubare Urnen reduzieren ökologische Auswirkungen und verbinden die Erinnerung an den Verstorbenen mit einem umweltfreundlichen Beitrag. Diese nachhaltige Option betont ökologische Verantwortung und schafft einen Raum der Ruhe und Naturnähe für Angehörige, die inmitten von Bäumen und Pflanzen ihrer Trauer Ausdruck verleihen können. Die Friedwaldbestattung ermöglicht einen respektvollen Abschied, der den individuellen Wünschen des Verstorbenen und Umweltschutzprinzipien gerecht wird.

Die Diamantbestattung

Die Diamantbestattung verwandelt die Asche des Verstorbenen in einen synthetischen Diamanten, der als persönliches Erinnerungsstück dient. Dieser einzigartige Diamant wird individuell von den Hinterbliebenen aufbewahrt, oft in einer Schatulle neben einem Portraitfoto oder als dezenter Schmuck wie ein Ring oder Anhänger. Der Syntheseprozess dauert mehrere Wochen bis Monate und schafft somit ein besonderes und persönliches Gedenkstück.

Die Kosten einer Feuerbestattung

Die Kosten einer Feuerbestattung können stark variieren, abhängig von individuellen Entscheidungen und örtlichen Gegebenheiten. Jede Feuerbestattung einzigartig ist, und die Kosten sollten Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen.

So setzen sich die Gesamtkosten für eine Feuerbestattung aus den Kosten für die Dienstleistungen des Bestatters, Kosten für Fremdleistungen und Friedhofsgebühren, die entrichtet werden müssen, zusammen.

Was kostet eine Feuerbestattung im Durchschnitt?

Die durchschnittlichen Kosten für eine Feuerbestattung variieren je nach Region und individuellen Wünschen. Im Allgemeinen können Sie mit Kosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro rechnen. Dieser Betrag umfasst jedoch nicht nur die eigentliche Verbrennung, sondern auch andere wichtige Aspekte.

Kostenaufstellung für eine Feuerbestattung:

  1. Krematoriumsgebühren: Dieser Posten macht einen beträchtlichen Teil der Gesamtkosten aus. Hierbei handelt es sich um die Gebühren für die eigentliche Verbrennung.
  2. Sarg oder Urne: Die Auswahl an Särgen und Urnen variiert stark. Die Kosten für diese Produkte können entsprechend hoch sein und beeinflussen somit den Gesamtpreis.
  3. Trauerfeierliche Dienstleistungen: Wenn Sie eine Trauerfeier wünschen, sollten Sie die Kosten für Blumen, Trauerkarten und eventuell auch einen Redner berücksichtigen.
  4. Friedhofsgebühren: Falls Sie die Asche auf einem Friedhof beisetzen möchten, fallen hierfür separate Gebühren an.

Individuelle Wünsche und ihre Auswirkungen auf die Kosten

Die persönlichen Wünsche haben einen bedeutenden Einfluss auf die Kosten einer Feuerbestattung. Die Einzigartigkeit dieser Zeremonie spiegelt sich in den individuellen Vorstellungen wider. Sei es eine schlichte Zeremonie im Kreise der engsten Familie oder eine aufwändige Trauerfeier mit zahlreichen Gästen – jede getroffene Entscheidung hat erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Seite.

Die Wahl des Sargs oder der Urne, die Gestaltung der Trauerdekoration und der Trauerfloristik sind dabei entscheidende Faktoren. Auch der Ort der Beisetzung spielt eine wichtige Rolle und beeinflusst die Gesamtkosten.

Indem Sie Ihre persönlichen Vorlieben sorgfältig abwägen, können Sie die Feuerbestattung nach Ihren individuellen Wünschen gestalten. Diese Entscheidungen tragen nicht nur zur Einzigartigkeit der Zeremonie bei, sondern ermöglichen es auch, die finanziellen Aspekte im Einklang mit Ihren Vorstellungen zu halten. So wird die Feuerbestattung zu einer individuellen, persönlichen und würdevollen Abschiedsfeier.


Weitere Informationen für Bayreuth

Die Grabart unterscheidet sich in Wahl- und Reihengrab (analog zur Erdbestattung), sowie anonyme Urnensammelgrabstätten oder Sammelgrabstätten mit Namensnennung.

Neu ist die Möglichkeit der Beisetzung im „Bestattungsgarten“ auf dem Südfriedhof Bayreuth, wo sich auch die einzige Urnenwand in Bayreuth befindet.

Die Ruhezeiten auf den Friedhöfen in Bayreuth betragen hierbei 15 bzw. 20 Jahre, je nach Grabart.